{"id":277,"date":"2023-02-02T08:50:50","date_gmt":"2023-02-02T08:50:50","guid":{"rendered":"http:\/\/medanthro-dgekw.de\/?p=277"},"modified":"2025-08-15T13:32:46","modified_gmt":"2025-08-15T13:32:46","slug":"call-for-papers-krisen-koerper-kompetenzen-methoden-und-potentiale-medizinanthropologischen-forschens%ef%bf%bc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/medanthro-dgekw.de\/en\/netzwerktreffen\/call-for-papers-krisen-koerper-kompetenzen-methoden-und-potentiale-medizinanthropologischen-forschens%ef%bf%bc\/","title":{"rendered":"Krisen, K\u00f6rper, Kompetenzen. Methoden und Potentiale medizinanthropologischen Forschens, 08.-09. September 2023 in Hamburg\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Krisen, K\u00f6rper, Kompetenzen. Methoden und Potentiale medizinanthropologischen Forschens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4>20. Arbeitstreffen der Kommission Medizinanthropologie der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW) in Kooperation mit der 35. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Ethnologie und Medizin (AGEM) im Warburg-Haus in Hamburg, 08. September \u2013 09. September&nbsp;2023<\/h4>\n\n\n\n<p>Krisen und die Rede von Krisen haben Konjunktur. Neben Umwelt\u2011, Versorgungs\u2011, und Finanzkrise haben nicht zuletzt die Verbreitung von SARS-CoV\u20112 und die damit verbundenen erheblichen sozialen, politischen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen vielen vor Augen gef\u00fchrt, wie fragil Gesellschaften und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind.&nbsp; Krisen- und Liminalit\u00e4tserfahrungen stellen soziale Ordnungen in ihren allt\u00e4glichen Selbstverst\u00e4ndlichkeiten in Frage und sind im sozialen Wandel bspw. an \u00dcberg\u00e4ngen des Lebensverlaufes wie Geburt, Schuleintritt, Pubert\u00e4t, Berufswahl, Partnerschaft, Kinder, Ruhestand oder drohender Tod selbst allt\u00e4glich. Als pers\u00f6nliche Krisen k\u00f6nnen sie das Leben ersch\u00fcttern, z. B. durch die Diagnose einer unheilbaren oder chronischen Krankheit oder durch den Verlust eines nahestehenden Menschen und Risse in der eigenen Biographie verursachen, die, neben unvorhergesehenen Ereignissen, durch intersektionale soziale Marginalisierungen, bspw. im Kontext von Disabilities, verst\u00e4rkt werden. In der gegenw\u00e4rtigen Situation spitzt sich die Frage nach den in Krisen eingebundenen K\u00f6rpern weiter&nbsp;zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Tagung richten wir den Fokus auf die medizinanthropologische Erforschung der allt\u00e4glichen Erfahrungen und k\u00f6rperlichen Dimensionen von Krisen. Wir fragen nach den Verk\u00f6rperungen permanenter Krisenerfahrungen und Modifikationen der sinnlichen Wahrnehmung und des Erlebens, die in ihren Folgen selbst im Gesundheitssystem relevant werden, ebenso wie nach deren Bewertungen im Spannungsfeld von Degeneration und Resilienz als verlorene oder gewonnene Kompetenzen. Gleichzeitig fragen wir nach den Potentialen medizinanthropologischen Forschens und laden dazu ein, methodologische Fragen gegenstandsbezogen zu diskutieren. Zentral f\u00fcr diese Diskussion sind unter anderem kollaborative und partizipative Forschungsans\u00e4tze, die die konventionelle Dichotomie der Forschenden und der zu Erforschenden hinterfragen. Die medizinanthropologische Forschung zeigt, wie Gesundheitsideen und \u2011praktiken soziale Ungleichheit nicht nur zum Ausdruck bringen, sondern auch perpetuieren und verst\u00e4rken k\u00f6nnen. M\u00f6gliche weitere Fragen sind, welche Herausforderungen sich bei der Erforschung k\u00f6rperlicher Erfahrung und sinnlicher Wahrnehmungen f\u00fcr das ethnographische Schreiben ergeben, welche methodologischen Neuerungen, die vor allem durch die pandemische Ausnahmesituation entstanden sind, das qualitative Forschungsspektrum der Medizinanthropologie erweitern und welche neuen Wege zur Reflexion digitaler Forschungsmethoden sich er\u00f6ffnet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Keynote: Prof. Dr. Hella von Unger (LMU M\u00fcnchen).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tagung ist interdisziplin\u00e4r ausgerichtet und wendet sich an Wissenschaftler*innen aus Ethnologie, Europ\u00e4ischer Ethnologie\/Kulturanthropologie, Medizinanthropologie, Soziologie, Geschichte, Geschlechterforschung, Medizin, Religions- und Medienwissenschaft sowie angrenzenden Disziplinen. Dabei m\u00f6chten wir explizit auch Nachwuchswissenschaftler*innen einladen, sich am interdisziplin\u00e4ren Austausch zu beteiligen. Die Tagungssprache wird Deutsch sein.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-center\">+++ Programm +++<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Freitag 8. September 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>13:00 \u2013 13:15&nbsp;Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Begr\u00fc\u00dfung und thematische Einf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>PANEL I: Krisen und K\u00f6rper in Geschichte und Gegenwart<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>13:15 \u2013 13:45&nbsp;Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Philipp Osten (UKE Hamburg): Pandemie \u2013 R\u00fcckblicke in die Gegenwart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>13:45 \u2013 14:15 Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tobias Becker (Universit\u00e4t Hamburg): Medien und Medizin als Ressourcen f\u00fcreinander? Polio-Impfungen im BRD-Fernsehen der 1960er und 70er Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>PANEL II: Krisen und Institutionen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>14:15 \u2013 14:45 Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Andrea Kuckert&nbsp;(Marien Hospital D\u00fcsseldorf): Identit\u00e4ten und Gesundheitssystem \u2013 ein Forschungsbericht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>14:45 \u2013 15:15&nbsp;Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sophie Witt (Universit\u00e4t Hamburg): Quo vadis Medical Humanities. \u00dcberlegungen zu Krisen disziplin\u00e4ren&nbsp;Denkens<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>15:15 \u2013 16:00\u00a0Uhr\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<em>Pause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>PANEL III: Ethnografische Ann\u00e4herungen an Krisen und K\u00f6rper<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>16:00 \u2013 16:30&nbsp;Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Maren Heibges (TU Berlin): Mind the Gap! Risiko in der Empirischen Kulturwissenschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>16:30 \u2013 17:00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Patrick Bieler (HU Berlin): Erfahrungsbasierte Epidemiologie: (Wie) kann Ethnografie die Erforschung der Zusammenh\u00e4nge von urbanen Umwelten und (psychischer) Gesundheit informieren?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>17:00 \u2013 17:30\u00a0Uhr\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<em>Pause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>17:30 \u2013 19:00 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Keynote<br>Hella von Unger (LMU M\u00fcnchen): Partizipative Gesundheitsforschung und die Tr\u00e4gheit sozialer Wirklichkeit\/en<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>19:30 Uhr<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abendessen im Bistro Abaton (http:\/\/www.abaton-bistro.de\/)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstag 09. September 2023<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>PANEL IV: R\u00e4ume und Narrative von K\u00f6rpern in der Krise<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>09:30 \u2013 10:00 Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Anita Ham (Leiden University Medical Centre\/The Hague University of Applied Science):&nbsp;<\/strong><strong>Krisen und Screening des K\u00f6rpers<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>10:00 \u2013 10:30 Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Manuel Bolz (Universit\u00e4t Hamburg); Holly Patch &amp; Mona Motakef (TU Dortmund); Sabine W\u00f6hlke (HAW Hamburg): trans* Kindheit, Adoleszenz und Familiengr\u00fcndung. Zeitlichkeit im Leben von trans* Menschen. Die Rolle des Gesundheitssektors<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>10:30 \u2013 10:45 Uhr\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<em>Pause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>PANEL V: Krisen und K\u00f6rper kuratieren, musealisieren, ausstellen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>10:45 \u2013 11:15 Uhr&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Amelie Sachs (Hannover): Der Dieb der Weiblichkeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>11.15 \u2013 12.30 Uhr\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<strong>Abschlussdiskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>12.30 \u2013 13.30Uhr<strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Lunch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>13.30 \u2013 15.00 Uhr<strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft Ethnologie und Medizin (AGEM)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>13.30 \u2013 15.00 Uhr<strong>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kommissionssitzung Medizinanthropologie (Hybrid)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir freuen uns darauf, Sie\/Euch in Hamburg kennenzulernen und\/oder wiederzusehen!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/medanthro-dgekw.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Programm_Medanthro_AGEM_26-06-2023.pdf\">Zum Download: Programm<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krisen, K\u00f6rper, Kompetenzen. 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